Wir stehen für konsequenten Antifaschismus. Nicht nur dann, wenn Faschos offen marschieren, sondern jeden verdammten Tag. Denn Faschismus beginnt nicht erst auf der Straße. Er sitzt in Parlamenten, Redaktionen, Konzernen, Behörden und Köpfen. Er beginnt dort, wo Menschen zu Feindbildern gemacht, rechte Parolen verharmlost und rassistische Forderungen als normale Politik verkauft werden.
Faschismus ist keine Meinung. Rassismus ist keine „berechtigte Sorge“. Menschenfeindlichkeit verdient weder Verständnis noch Toleranz. Wer diesen Dreck verbreitet, bekommt von uns keine Bühne, keinen Applaus und keinen Millimeter Platz.
Wir stehen gegen den Rechtsruck und gegen eine Politik, die nach unten tritt und nach oben buckelt. Gegen Parteien, die Geflüchtete, queere Menschen, Arbeitslose und Minderheiten zum Problem erklären, während Konzerne Rekordgewinne einfahren, Mieten explodieren und immer mehr Menschen nicht wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen. Die Verantwortlichen sitzen nicht im Flüchtlingsheim oder im Bürgergeldbezug. Sie sitzen in Chefetagen, Aufsichtsräten und Regierungen.
Wir stehen gegen Kapitalismus, Nationalismus und Imperialismus. Gegen ein System, das Menschen ausbeutet, Länder zerstört und Kriege produziert, solange irgendwo Profit zu holen ist. Ein System, in dem wenige immer mehr besitzen und Millionen ihre Zeit, ihre Kraft und ihre Gesundheit verkaufen müssen, um überhaupt leben zu können.
Armut ist kein persönliches Versagen. Reichtum ist kein Beweis für Leistung. Ausbeutung wird nicht gerecht, nur weil sie legal ist. Diese Verhältnisse sind nicht natürlich und sie sind nicht alternativlos. Sie wurden von Menschen geschaffen, werden von Menschen aufrechterhalten und können von Menschen verändert werden.
Wir stehen gegen Nationalismus und den beschissenen Gedanken, ein Pass würde darüber entscheiden, welches Leben mehr wert ist. Grenzen schützen keine Menschen. Sie schützen Macht, Eigentum und Privilegien. Während Waren und Kapital ungehindert um die Welt geschickt werden, werden Menschen eingesperrt, abgeschoben oder im Mittelmeer ihrem Schicksal überlassen.
Wir stehen gegen Imperialismus und Krieg. Gegen Regierungen, die von Frieden reden, während sie aufrüsten, Waffen liefern und Menschenleben ihren geopolitischen Interessen unterordnen. Die Kriege der Mächtigen werden nicht von den Mächtigen bezahlt. Den Preis zahlen immer diejenigen, die nie darüber entscheiden durften.
Wir stehen für soziale Gerechtigkeit, Zusammenhalt und internationale Solidarität. Für eine Gesellschaft, in der Wohnungen, Bildung, Gesundheit und ein sicheres Leben keine Ware sind. Eine Gesellschaft, in der niemand ausgebeutet, verdrängt oder zurückgelassen wird, damit sich einige wenige noch mehr leisten können.
Wir stehen für eine Welt, in der nicht Geld, Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität oder Macht darüber entscheiden, wie frei und sicher ein Mensch leben darf. Ein gutes Leben darf kein Privileg sein. Es muss für alle möglich sein.
Wir stehen an der Seite aller Menschen, die von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Abschiebung, Ausbeutung und staatlicher Gewalt betroffen sind. Unsere Solidarität kennt keine Grenzen und braucht keine Nationalflagge. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen. Nicht von Parteien, nicht von Medien und nicht von denen, die von unserer Spaltung profitieren.
Wir glauben nicht an Neutralität. Neutralität bedeutet, die bestehenden Verhältnisse hinzunehmen. Wer schweigt, während andere entrechtet, verfolgt, abgeschoben oder ausgebeutet werden, hält sich nicht raus. Er stellt sich auf die Seite derjenigen, die davon profitieren.
Antifaschismus ist für uns kein Trend, kein Marketing und kein Symbol, das man trägt, solange es bequem bleibt. Antifaschismus bedeutet, Haltung zu zeigen, Widerspruch zu leisten und rechte Scheisse niemals unwidersprochen stehen zu lassen.
Keinen Millimeter den Faschos. Keine Ruhe dem Rechtsruck. Keine Freiheit durch Ausbeutung. Solidarität ist unsere Waffe.